Tod und Trauer


In einem Todesfall können die Pfarrbüros oder Pfarrer Fischer (05976 697054) kontaktiert werden.
Birgit Witte, Gemeindereferentin, und 
Manfred Gude, Ehrenamtlicher, sind ebenfalls im Beerdigungsdienst aktiv.

Unsere Ansprechpersonen für Sie:


Karlheinz Fischer

Pfarrer

 

Kirchplatz 10

48499 Salzbergen

 Tel.: 05976 697054

[email protected]

Birgit Witte

Gemeindereferentin im Beerdigungsdienst

 

Kirchplatz 10

48499 Salzbergen

Tel.:  05976 3445743

[email protected]

Manfred Gude

Ehrenamtliche Trauerbegleitung u. Beerdigungsdienst

Leitung von Wortgottesfeiern

 

Kirchplatz 10

48499 Salzbergen

Tel.: 05976 1275



Auf ein Wort ..

 

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

vielen von Ihnen werden die sechs Werke der Barmherzigkeit, die sich im Matthäusevangelium (Mt 25) finden, geläufig sein: Hungrige speisen, Durstige tränken, Obdachlose beherbergen, Nackte bekleiden, Kranke pflegen und Gefangene besuchen. Wussten Sie, dass seit dem 12. Jahrhundert ein siebtes Werk der Barmherzigkeit dazu gehört? Das siebte Werk ist es Tote zu bestatten. In meiner Tätigkeit bei Ihnen als Gemeindereferentin gehört es dazu, Beerdigungsfeiern vorzubereiten und vorzustehen.

Seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, sich als pastoraler Laienmitarbeiter für diesen Dienst zu melden und sich dafür fortbilden zu lassen. Für mich ist diese Aufgabe nicht neu. Ich durfte sie bereits in der Obergrafschaft tun. Dort fragte mich eines Tages jemand: "Warum machen Sie das eigentlich? Sie sind doch noch jung und haben nun so regelmäßig mit dem Tod zu tun." Mir ist es wichtig, nicht nur in den schönen und leichten Stunden bei den Menschen zu sein, sondern auch in den schweren und traurigen. So verstehe ich Nachfolge Jesu, als mit den Menschen auf dem Weg zu sein. Und auch, wenn das seltsam erscheinen mag: Gerade die Konfrontation mit dem Tod stärkt mich im Glauben, denn jedes Mal, wenn ich mit der Vorbereitung einer Beerdigung beschäftigt bin, begegne ich auch der Frohen Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit, diese Botschaft gerade in den Tagen der Trauer verkünden zu dürfen.

 

Birgit Witte

 


Liebe Leserinnen und Leser,

ich werde öfters gefragt: "Warum gerade Beerdigungsdienst?"

Die Antwort darauf gibt es, aber etwas breiter gefächert.

Zum einen, habe ich einen sehr hohen Respekt vor der Lebensleistung der Menschen, denen ich begegne und einen großen Respekt und Wertschätzung für die Verstorbenen. Weiter sehe ich es als einen Akt der Nächstenliebe, den Mitmenschen diesen letzten Dienst zu tun. Trauernden Angehörigen in dieser schweren Zeit beizustehen und sie zu unterstützen.  

Persönlich bin ich sehr davon überzeugt, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Jesus ist für uns ans Kreuz gegangen und ja, er ist uns voraus gegangen, er verspricht uns ein Leben in ewiger Liebe bei ihm. Diese Botschaft, sie gehört weitergetragen. Den Trauernden da noch einmal zu helfen, zu unterstützen, das treibt mich an.

Gemeinsam die Beerdigung, die Trauerfeier zu besprechen und vorzubereiten.

Empathie und eine hohe Sensibilität für die Angehörigen sind mir sehr wichtig, weiter auch eine authentische Haltung in verständlicher Sprache.

Es geht im Wesentlichen um Seelsorge, sich um die Seele anderer kümmern, helfen und trösten.

 

Von guten Mächten treu und still umgeben

Behütet und getröstet wunderbar,

so will ich diese Tage mit euch leben

und mit euch gehen in ein neues Jahr.

 

Dieser Dienst erfüllt mich mit ganz viel Dankbarkeit und ich bin froh, dass mir diese Gabe zu Teil wurde.

 

 

Manfred Gude

 


 

Katholische Kirchengemeinde begleitet bei Trauerfällen

 

Wir alle stehen immer wieder vor der herausfordernden Aufgabe, uns von einem geliebten Menschen zu verabschieden. Als Mitarbeitende der katholischen Kirche möchten wir sie in dieser Krisensituation gerne begleiten und an dieser Stelle über die Möglichkeiten der Gestaltung eines kirchlichen Trauergottesdienstes informieren, den wir mit Ihnen und für Sie durchführen:

Es gibt in der katholischen Pfarreiengemeinschaft Salzbergen und Holsten / Bexten zwei gottesdienstliche Formen, die bei einem kirchlichen Begräbnis üblich sind: die Wort-Gottes-Feier mit anschließender Beisetzung auf dem Friedhof und die Beisetzung auf dem Friedhof mit anschließender Heilige Messe in der Kirche bzw. in Holsten mit vorangegangener Heiliger Messe. Beide Formen der Begräbnisfeier beginnen mit einem Eröffnungsteil.

 

Bei der Wortgottesfeier mit anschließender Beisetzung ist dieser Teil ausführlicher und individueller und beinhaltet neben eröffnenden Riten und Gebeten vor allem eine Schriftlesung und die Predigt. Nach der Wortgottesfeier findet die Beisetzung auf dem Friedhof statt, wo die Feier nach Gebeten und dem Segen am Grab endet.

 

Wenn nach der Beisetzung auf dem Friedhof eine Heilige Messe in der Kirche gefeiert wird, wird die Predigt in der Heiligen Messe gehalten, nicht in der Friedhofskapelle. In Holsten findet alles in der Kirche statt, weil es dort keine Friedhofskapelle gibt.

In der Heiligen Messe verbinden sich in unserer Vorstellung Himmel und Erde und wir feiern Danksagung (Eucharistie) in einem zeichenhaften Mahl für und mit dem/der Verstorbenen und allen, die uns vorausgegangen sind. Gerade für Menschen, die mit diesem Geheimnis etwas anfangen können, ist das eine trostreiche Feier.

 

Der Ansprache bei einem christlichen Begräbnis liegen in jedem Fall zwei Aspekte zu Grunde:

Zum einen die Botschaft des christlichen Glaubens, basierend auf einer zuvor verkündeten biblischen Passage und zum anderen die Würdigung des Lebens des Verstorbenen. Um Sie in der Trauersituation nicht alleine zu lassen und um persönliche Worte zum*r Verstorbenen sagen zu können, findet im Vorfeld zur Beisetzung ein Gespräch mit den Angehörigen des/der Verstorbenen statt. In diesem Gespräch ist es für die Angehörigen selbstverständlich möglich, persönliche Wünsche für die Gestaltung der Trauerfeier zu äußern. Zu diesen persönlichen Wünschen kann beispielsweise das Einspielen eines Liedes zählen, das dem/der Verstorbenen viel bedeutet hat oder den Angehörigen besonders nahe ist. Unsere erfahrenen Mitarbeitenden finden für Ihr Element (Lied, Text, Bild, persönliche Worte) in aller Regel einen passenden Platz in der Liturgie, sodass Sie sich einbringen können.

Geleitet werden die Beisetzungen in unseren Gemeinden von Pfarrer Karl Heinz Fischer, Pastor Jacob und Gemeindereferentin Birgit Witte. Ebenfalls ist jetzt Herr Manfred Gude im Beerdigungsdienst aktiv. Wenn von den Angehörigen eine Heilige Messe gewünscht wird, kann diese nur durch einen der Priester gefeiert werden. Hat eine Person im Beerdigungsdienst die Verantwortung für eine Beisetzung übernommen, führt sie das Trauergespräch, hält die Traueransprache und führt den Teil auf dem Friedhof durch.

 

Aufgrund weniger starker Kirchlichkeit und aus anderen Gründen entscheiden sich Angehörige zum Teil für einen freien Trauerredner bzw. eine freie Trauerrednerin.

Der wesentliche Unterschied besteht in der Glaubenshaltung. Bei einer freien Beisetzung spielt der christliche Glaube keine Rolle. Üblicherweise werden keine Gebete gesprochen und es wird nicht die Hoffnung auf die Auferstehung verkündet. Es ist eine Form der Beisetzung, die eine würdige, professionell bezahlte Verabschiedung ermöglicht, dabei aber ohne die Hoffnung des Glaubens auf ein Leben nach dem Tod auskommt.

 

Wir sind für Sie da beim Tod Ihrer Angehörigen, weil wir den Aspekt der Glaubenshoffnung mit Ihnen teilen und Sie trösten möchten.

Bei Fragen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung, auch ohne dass Sie einen konkreten Trauerfall in der Familie haben.

Ein Ort für Erinnerungen an unsere Verstorbenen


In unseren Kirchen in Salzbergen und Holsten-Bexten werden die Täuflinge  und die Verstorbenen unserer Gemeinde namentlich sichtbar an unserer "Bildwand" angebracht. Diese Wand befindet sich in unmittelbarer Nähe zum jeweiligen Taufbecken.

Dabei steht das Wasser als Symbol für die Taufe. Am unteren Bildende stellt es die Basis für alles Weitere dar. Im Wasser tummeln sich Fische, also die Gemeindemitglieder bzw. die frisch Getauften. Der Fisch macht als Symbol unseres christlichen Glaubens deutlich, dass wir zu Gott gehören.

 

Gleichzeitig ist diese Bildwand ein Zeichen, das die Verbindung zwischen der Taufe und dem Tod zeigt. Ein Bild, das lebendiges Wasser und einen Sonnenaufgang verbindet. Himmel und Erde.

Der Sonnenaufgang im oberen Bildrand, der mit seinen Strahlen aus dem Himmel bis in das Wasser scheint, dient als Zeichen der Auferstehung und erinnert uns das Licht und Leben nach dem Tod. Zudem schenkt die Sonne Wärme und Geborgenheit in/wie Gottes Nähe. So wird unsere christliche Auferstehungshoffnung deutlich, die mit unserer Taufe beginnt!

 

In diesem Bild wird somit beides vereint: Der Beginn unseres Lebens und die Auferstehung nach dem Tod.

 

Denn:                         „Im Wasser und im Heiligen Geist wurdest du getauft.

Der Herr vollende an dir, was er in der Taufe begonnen hat.“

 

Die Verstorbenen unserer Gemeinde werden in unregelmäßigen Abständen durch das Pfarrbüro und Pfarrteam namentlich und mit ihrem Sterbedatum auf die Bildwand angebracht und sind dort für etwa ein Jahr zu sehen.

Dies kann für die Angehörigen eine Möglichkeit sein in Erinnerungen zu schwelgen oder auch gern eine Kerze für den*die Verstorbene*n in unseren Kirchen zu entzünden.